SaarBlogger.org

Gemeinschaft der Blogger an der Saar

Beitragsbild Monatstreffen 27

Recht am Bild, Tethering, Organisatorisches

Organisation

Datum Ort Themen
Freitag

September 2013

Kulturcafe

Sankt Johanner Markt 24

66111 Saarbrücken

  • Tethering
  • Status Bildrechte
  • Einzelblogs

Themen

Begrüßung

Nach den Anmeldungen versprach es eine kleine Gruppe zu werden und nachdem kein Vortrag anstand, sollte das Treffen gleich in einer Gastwirtschaft stattfinden. Und weil das Wetter herrlich war, wurde der reservierte Tisch innen zugunsten der frischen Luft draußen zurückgegeben.

Aktueller Status der Gruppe

Es gab erneut einen kleinen Mitgliederzuwachs. Innerhalb der Gruppe können/sollen sich neue Mitglieder zukünftig selbst in der Rubrik „Infos von Mitgliedern“ vorstellen. Natürlich gerne mit Links zu ihren Blogs oder social media Konten.

Zwischenzeitlich gibt es ein eigenes Twitterkonto mit dem Twitternamen . Zunächst erfolgen von hier aus offizielle Bekanntmachungen der Gruppe wie z. B. Hinweise auf die Treffen. Begonnen wurde mit der Anlage von Listen. Hier sind Beiträge von Seiten der Bloggergemeinschaft willkommen. Gerne per Direktnachricht oder als Beitrag oder Kommentar bei Google+. Auch diese entstehenden Listen sollen ein „Best Of“ zu ihrem jeweiligen Thema werden.

Aufgrund der Beseitigung der Folgen eines Hackerangriffs bei Andreas verzögert sich die Demo-/Erstinstallation eines Musterblogs.

Praktische Arbeit

Termin Dezember

Es wurde die Frage nach der Wahrnehmung oder Verschiebung des Termins zum 27. Dezember gestellt. Die Anwesenden waren einhellig der Meinung, diesen normal stattfinden zu lassen. Der Vorschlag Kevins zur nachweihnachtlichen Gestaltung wurde von allen begrüßt. Das wird dann in der Bekanntmachung selbst diskutiert werden können. Wichteln? Gebäck? Weihnachtsthemen?

Organisation Community

In der Google-Plus Community soll eine neue Rubrik Mitglieder eingeführt werden, die dann für deren Vorstellung oder Hinweise zuständig ist. Nachtrag: Die Rubrik heißt „Infos von Mitgliedern“.

Dokumente der Gruppe

Bisher sind Informationen zu den Mitgliedern, insbesondere deren Blogs und Kontaktmöglichkeiten, in einem nicht sonderlich gut zugänglichem Google-Docs-Dokument untergebracht. Stattdessen sollen diese in einer eigenen Datei bzw. Datenbank zur Verfügung stehen. Sobald diese Seite steht, wird das umgesetzt.

Twitterkonto

Das Anlegen von öffentlichen Listen zu verschiedenen Blogging Themen wurde gutgeheißen. Von Martin kam der Hinweis, in einem Tweet auf die Community hinzuweisen. Das ist zwischenzeitlich geschehen und wird bei größerer Tweetzahl wiederholt. Ebenso Hinweise auf andere Präsenzen, wenn sie entstehen.

Bildrechte – Recht am eigenen Bild – Genehmigung zur Veröffentlichung

Ein länger diskutierter Punkt war das Thema der Rechtsfragen bei der Veröffentlichung von Fotos, auf denen Menschen abgebildet sind. Andreas hat dazu recherchiert und sich mit zwei Anwälten beraten. Im Kern war folgendes festzustellen:

  • Die Rechtslage ist eindeutig: zur Veröffentlichung benötigt man die Zustimmung der Abgebildeten.
  • Bisher wurden dazu meist sogenannte Model-Verträge unterzeichnet, die mehr oder weniger umfangreich die eingeräumten Rechte beschrieben.
  • Entscheidend ist die Willenserklärung der fotografierten Person. Diese könnte auch mündlich erfolgen.
  • In der Praxis ergibt sich dann das Problem der Beweisbarkeit. Streitfälle können oft noch nach Jahren entstehen. In einem Beispielfall erhob ein „semi“berühmtgewordenes Model Vergütungsansprüche für die vergangenen fünf Jahre. Der Betrag wurde zwar herabgesetzt, aber der Blogger zahlte 5000 Euro!
  • Im Urheberrecht sind einige Ausnahmen von der Einholung einer solchen Erlaubnis genannt. Im Netz gibt es hierzu aber zahlreiche falsche Informationen, denn bisher war es niemand wirklich gelungen, sich auf eine dieser Ausnahmen zu berufen. Stichworte sind Beiwerk, schwarze Balken, Gruppen von mehr als drei Personen. All das befreit nicht von einer ordnungsgemäßen Genehmigung.
  • Das ungefähre Risiko, in einen solchen Streit zu geraten liegt bei 5 Prozent.
  • Der durchschnittliche Streitwert liegt in diesen Fällen bei 1500 bis 2000 Euro.
  • Häufig geht es nicht um die Verletzung von Persönlichkeitsrechten, sondern vor allem auch um Schadensersatz. Die Gerichte setzen diesen sehr realistisch fest.
  • Selbst wenn ein Verfahren glimpflich ausgeht, hat man seine eigenen Anwaltskosten zu tragen. Zudem kommt hier nicht die Deckelungsgrenze auf ca. 150 Euro bei Abmahnverfahren zur Anwendung, da eigentlich immer ein geschäftsmäßiges bzw. gewerbliches Auftreten angenommen werden muß.
  • Ersichtlich kein Problem ist das beweiskräftige Einholen einer Genehmigung im bisherigen Stil bei längerdauernden Fotoaufnahmen. Problematisch wird dies nur in Spontansituationen. Zudem soll in der Folge nur der deutsche Rechtsraum betrachtet werden. In einem Magazin für Reisefotografie wurde sinngemäß verlautbart, dass ein konkludent erklärtes Einverständnis reiche und im Übrigen eine Rechtedurchsetzung in Deutschlang nicht zu befürchten sei. Also kurz: Ausländer im Ausland fotografieren und im Inland verbloggen geht. Es verbleiben deutsche Models fotografiert auf deutschem Boden veröffentlicht in deutschen Blogs. Zugespitzt formuliert.

Mit einer weiteren Anwältin hat Andreas sich daraufhin nach einer der Situation angemessenen, der Spontaneität keinen Abbruch leistenden Lösung umgesehen. Das Ergebnis ist, dass eine App entwickelt werden soll. Dafür sprechen mehrere Gründe: sie entspricht ganz dem Habitus der zu fotografierenden, meist jüngeren Personen, sie ist in der Situation schnell ausgeführt, der Umgang mit Apps ist gewohnt. Zudem wird ein Moment der Gamifikation aufgegriffen und die Einholung der Willenserklärung in die gesamte Situation aufgenommen. Anspruchsvoll wird die technische Umsetzung, da hier eine gerichtsfeste Beweisbarkeit einzubauen ist. Vor allem ist das deutsche Datenschutzrecht strikt einzuhalten, da es um die Verarbeitung personenbezogener Daten geht.

Astrid sah jedenfalls großen Bedarf alleine in einer Gruppe (100 Personen) in ihrem Umfeld, wo genau so eine App nützlich wäre. Prinzipiell wurde eine Finanzierung bzw. Refinanzierung der Entwicklung als tragbar angesehen. Der Fortgang der Entwicklung wird in der Community in der Rubrik Recht beschrieben.

Neben der App gab es noch zwei Gedankengänge, die sehr fantasievoll (Bezahlung, Fotodokumentierter vertrag) aussehen und rechtlich geprüft werden. Wenn das OK ist, wäre das immerhin eine Zwischenlösung. Abschließend kann gesagt werden, dass „es meistens noch gutgegangen ist“. Eine Abwägung, die jeder gemäß seiner eigenen (finanziellen) Situation treffen muss. Mut zum Risiko? Andreas will jedenfalls durch die Blogger Gruppe Saar die nötigen Instrumente zur Reduzierung des Risikos bereitstellen.

Eigene Blogs

Festgestellt wurde die Notwendigkeit, Kevins Impressum neu zu generieren.

Allgemeine Entwicklungen zum Thema Bloggen

Es gab einen kurzen Diskurs zum Thema „Content is King“. Ein Slogan, der nach wie vor und zukünftig noch mehr gelten wird. Egal, ob man nun möchte, dass viele Menschen das Blog lesen oder dieses monetarisiert werden soll. Kritisch betrachtet wurde Werbecontent sowie minderwertiges Reisebloggen.

Tethering ganz praktisch

Tethering ist deshalb interessant, weil die Möglichkeit besteht, online über den Mobilfunkbetreiber zu gehen und Tablets oder Notebooks zu nutzen, selbst wenn diese nur WLAN beherrschen. Zunächst kam die Frage auf, ob Tethering nach den Bedingungen des eigenen Vertrages überhaupt erlaubt ist. Bejaht wurde das beispielhaft für Congstar, einer T-Mobile Tochter. Also nachschauen. Zu der praktischen Umsetzung wurde ein Minitutorial für Android erstellt.

  • Menü Einstellungen
  • Netze – Mehr…
  • Tethering
  • WLAN Hotspot Android AP mit WPA2
  • Netzwerk SSID festlegen
  • WPA2PSK
  • Passwort: [ganz sicher]
  • Speichern -> …
  • Mobiler WLAN Hotspot: check
  • Meldung: ok – Memo: altes WLAN ist nun abgeschaltet!
  • => Systemmeldung
  • Anmeldung über WLAN vom Zweitgerät
  • Netzadressen werden per Vorgabewerte zugeteilt
  • Haken bei Hotspot entfernen zum Abschalten von Tethering
  • Bei öffentlicher Bereitstellung: schnellstens das Passwort wieder ändern 😉

Organisatorisches

Die Praxis, sich zur Arbeit an wechselnden Stellen und in Firmen zu treffen, findet nach wie vor Zustimmung. Von Kevin kam das Angebot, sich bei for.motion zu treffen, von Andreas gibt es das Angebot, sich bei Squild zu treffen. Weitere Ideen werden gerne entgegen genommen. Bedingungen für den Ort sind:

  • Wir sind Gäste
  • Internetanschluss
  • Strom
  • Evtl. Beamer
  • Büro-/Arbeitsmäßige Atmosphäre

Zweiter Punkt war der Termin im Oktober. Weil dies ein Sonntag ist, wurde vorgeschlagen, die Gelegenheit wahrzunehmen zu einem längeren Treffen mit Workshopcharackter und dann Installationen durchzuführen. Kevin wird dazu ein Doodle einrichten.

Ein dritter Punkt ist der Termin im November. Am gleichen Tag findet das Treffen der Drupalanwender statt. Der Vorschlag war, beide Treffen zusammenzulegen, zumal es eine Schnittmenge der Teilnehmer gibt. Drupal ist eine Serverlösung, die ebenfalls das Führen eines Blogs ermöglicht. Der Vorschlag fand Zustimmung unter der Bedingung, dass keine allzu technischen Themen zur Sprache kommen. Ralf nahm diesen Vorschlag seitens der Drupalgruppe gerne auf. In Kürze sollen die möglichen Themen besprochen werden. Ort des Treffens wäre dann das Institut für Rechtsinformatik an der Uni.

Abschluss

Obwohl im Kulturcafe kein WLAN zur Verfügung stand, war dies kein Hindernis. Wie die Länge dieses Protokolls schon zeigt, war das Septembertreffen auch ein äußerst ertragreiches. Als alle Teilnehmer durchgefroren waren, wurde die Sitzung gegen 22:00 Uhr beendet 🙂

Andreas Sutor on GoogleAndreas Sutor on LinkedinAndreas Sutor on Twitter
Andreas Sutor
Andreas Sutor ist von Anfang an bei den SaarBloggern dabei. Denn diese Gruppe wurde von ihm ins Leben gerufen. Wie hier im Blog berichtet geschah dies nach einer Session beim SaarCamp. Die Teilnehmer wollten das Thema Bloggen im Saarland weiter verfolgen.

Für ihn sind die verfügbaren Werkzeuge zum Bloggen so vielfältig und die Vorteile eines selbst beherbergten Blogs so überzeugend, dass noch viel mehr Saarländer sich diesem Thema widmen sollten.

Gerne hilft er auch Unternehmen dabei, einen Firmenblog einzurichten und zu betreiben. Selbst wenn das Betreiben eines solchen Blogs in Eigenregie möglich ist, ist eine gelegentliche externe Betreuung sehr sinnvoll.

Autor: Andreas Sutor

Andreas Sutor ist von Anfang an bei den SaarBloggern dabei. Denn diese Gruppe wurde von ihm ins Leben gerufen. Wie hier im Blog berichtet geschah dies nach einer Session beim SaarCamp. Die Teilnehmer wollten das Thema Bloggen im Saarland weiter verfolgen. Für ihn sind die verfügbaren Werkzeuge zum Bloggen so vielfältig und die Vorteile eines selbst beherbergten Blogs so überzeugend, dass noch viel mehr Saarländer sich diesem Thema widmen sollten. Gerne hilft er auch Unternehmen dabei, einen Firmenblog einzurichten und zu betreiben. Selbst wenn das Betreiben eines solchen Blogs in Eigenregie möglich ist, ist eine gelegentliche externe Betreuung sehr sinnvoll.

Kommentare sind geschlossen.